Wir leben unseren Traum

Tour zu Rolf`s 70. Geburtstag

20.04.2010 Hessisch Lichtenau OT Fürstenhagen

Nach der Tour ist bekanntlich vor der Tour und so werden erst noch mal kleinere Reparaturen durchgeführt. Der SOG-Filter wird erneuert und Manni ersteigert bei ebay ein paar neue Hubstützen für das Wohnmobil. Er bekommt sie für 61 Euro. Die alten sind so ausgelutscht dass sie nicht mehr einrasten.

Diese Tour führt uns über Hessen und Thüringen nach Sachsen wo wir Rolf seinen 70. Geburtstag feiern werden.

Wir wollen am Dienstag dem 20.04. starten doch der Tag beginnt erst mit einem riesigen Schreck. Wilko kann nicht mehr aufstehen. Er kommt mit den Hinterläufen nicht hoch. Wir befürchten, dass er aufgrund eines Zeckenbisses diese Borreliose hat. Unser Benn hatte in seiner Jugend die gleichen Symptome und der damalige Tierarzt hatte das diagnostiziert. So rufe ich morgens um 7 den Tierarzt an. Er will in 20 Minuten da sein.

Wilko möchte gerne aufstehen, kann aber nicht...

Als er kommt freut Wilko sich riesig, kommt aber nach wie vor nicht hoch. Der Tierarzt tastet ihn ab und stellt keine Schmerzpunkte fest. Gemeinsam helfen wir Wilko auf und bringen ihn nach draußen. Der Tierarzt vermutet entweder einen riesigen Muskelkater oder einen Wachstumsschub. Er verabreicht ihm eine Schmerzspritze. Seiner Meinung nach müsste das Thema in ca. einer Stunde gegessen sein. Wenn nicht sollen wir mit Wilko später noch mal in die Sprechstunde kommen.
Und tatsächlich, Wilko erholt sich zusehends und läuft wieder normal. Es könnte beides gewesen sein. Gestern Abend hat er ziemlich doll mit Fina rumgetobt.

Da ich mittags noch einen Termin habe fahren wir gegen 14 Uhr los. Wir ziehen durch bis Hessisch Lichtenau. Der Stellplatz liegt im Ortsteil Fürstenhagen direkt neben einem Sportcenter. Hinter uns auf einer Wiese weiden Esel. Wilko will dort hin, der Elektrozaun stört ihn nicht. Die Esel machen ja nicht mäh….

Die Esel schauen neugierig zu uns herüber

Unser Standplatz

Die Stromversorgung

Der Bodeneinlasss. Hier werden Grauwasser und auch WC-Kassetten entleert. Dazu muss man allerdings den Kanalrost herausnehmen. Eine Stange dazu steht nicht zur Verfügung. Manni hat sich mit einem Maulschlüssel beholfen.

Am Wasserhahn neben der Tür gibt es, nach Absprache mit dem Betreiber, Frischwasser.

Wir schauen uns den Ort an. Er hat nicht viel zu bieten, es ist halt ein kleines Dorf mit vielen hübschen Fachwerkbauten.

Die Kirche stammt aus dem Jahr 1489

Am frühen Abend geht der Betrieb im Sportcenter richtig los. Der Parkplatz wird immer voller und bald sind wir auch auf dem Stellplatz von PKW eingekreist. Manni gefällt das überhaupt nicht. Doch die Sportler sind wenigstens so nett nicht mit quietschenden Reifen nach ihrem Fitnessprogramm weg zu fahren.


21.04.2010 Storndorf Schwalmtal Hessen

Schon früh brechen wir auf und fahren nach Storndorf/Schwalmtal in Hessen. Der dortige Stellplatz liegt schön im Grünen direkt neben einem Sportplatz. Bei unserer Ankunft bunkern wir erst mal wieder Frischwasser. Die Ver- und Entsorgungsstation ist sehr gut angelegt und ermöglicht auch großen Fahrzeugen ein leichtes Entsorgen.

Neben dem Stellplatz gibt es eine Grillstelle mit mehreren Sitzgruppen. Ein Aufenthaltsraum mit kleiner Küche und Theke kann scheinbar angemietet werden.

Die Grillstelle

Das Gebäude mit dem Aufenthaltsraum

Hinter dem Gelände schlängelt sich die Schwalm entlang. Schon witzig, haben wir zu Hause doch auch einen Fluss Namens Schwalm und das dazugehörige Schwalmtal.

Für diesen kleinen Ort gibt es allerhand Infrastruktur. Neben einem Baumarkt gibt es einen Bäcker, einen Dorfladen, einen Metzger zwei Banken. Nur Gastronomie gibt es nicht.

Hübsches Fachwerkhaus

Der Dorfladen mit der Bäckerei

Abends werden wir noch einmal mit einem schönen Sonnenuntergang belohnt.

22.04.2010 Neustadt a.d. Orla und Nimritz Thüringen

Als nächstes Ziel steuern wir den Stellplatz an der Gaststätte Heinrichsruhe in Neustadt an der Orla an. Die Zufahrt führt direkt in den Wald. Doch plötzlich ist unsere Fahrt zu Ende.

Mit Flatterband ist der Weg abgesperrt. Wir parken auf einer Wiese und wollen uns zu Fuß weiter umsehen. Doch beim Verlassen des Wohnmobils gerät Wilko in Panik. Er hört Schafe blöken. Das verknüpft er direkt mit seinem Stromschlag an einer Schafsweide an der Nordsee.

 Rechts ist die Schafsweide

Mit gutem Zureden kommt er dann doch mit uns mit. Auf dem Flatterband ist aufgedruckt: Wegen Baumfällarbeiten gesperrt. Es wird also nichts mit der Heinrichsruhe. Da kommt auch schon ein Forstarbeiter. Er erklärt uns, dass das Lokal und somit auch der Stellplatz während der Holzfällarbeiten geschlossen bleiben. Schade. Wir fragen nach einem Stellplatz in der Nähe. Und diese Frage ist schicksalhaft. Er empfiehlt uns den Stellplatz in Nimritz. Manni hatte von diesem Stellplatz schon im Internet gelesen. Dort kann man auch Reparaturen rund um das Wohnmobil erledigen lassen. Da unsere Duomatic nicht mehr funktioniert hatte Manni schon mit dem Gedanken gespielt auf dieser Tour diesen Stellplatz anzufahren. Und so verschlägt es uns jetzt dorthin.

Zuerst finden wir den Platz nicht. Obwohl sehr gut ausgeschildert haben wir die Beschilderung übersehen. Wir wollen das Dorf schon wieder verlassen da sehen wir im letzten Moment das Wohnmobilzeichen. Bei unserer Ankunft erkundigt sich Manni zuerst, ob sich jemand mit der Duomatic auskennt. Klar, dafür gibt es einen Fachmann. Dann erzählt er noch von unserer defekten Motorvorwärmung. Auch hierfür gibt es im Dorf einen Fachmann. Also bleiben wir erst mal und als erstes schaut sich der Gasfachmann die Anlage an. Sie ist schon so alt dass es dafür keine Ersatzteile mehr gibt. Ein Regler ist kaputt. Also wird eine neue Anlage bestellt. Sie wird voraussichtlich Montag da sein. Wir werden also erst Morgen zu Rolf seinem Geburtstag fahren und Montag dann wieder her kommen.

Der Stellplatz selber liegt schön im Grünen mit weitem Blick über die Hügel vor dem Hohewartestausee.

Der Stellplatzbetreiber uns seine Frau sind sehr nett. Sie führen geführte Wohnmobiltouren durch Thüringen durch.

Bodeneinlass, Grillstelle, im Hintergrund links neben der Sitzgruppe die Ver- und Entsorgung für den Winterbetrieb.

Die Neue Versorgungssäule. Wegen Frostgefahr war sie bei unserem Besuch noch außer Betrieb

In der Zwischenzeit ist der Stellplatzbetreiber mit Manni zu dem Fachmann für Fahrzeugheizungen gefahren. Der muss das Wohnmobil sehen und bittet Manni damit mal zu kommen. So bleibe ich beim inzwischen angefeuerten Grill und Manni fährt rüber in die andere Werkstatt.
Ich habe gerade fertig gegrillt, da kommt Manni zu Fuß zurück. Er hat das Wohnmobil in der Werkstatt gelassen. Der Meister muss die alte Heizungsanlage ausbauen um zu sehen, was er reparieren kann.

Nun sitzen wir hier und haben kein Wohnmobil mehr....

Nach dem Essen gehen wir gemeinsam zu der anderen Werkstatt. Die alte Heizungsanlage hat sich gesträubt aber dann bekommt der Meister sie doch raus.

In diese enge Einfahrt musste Manni rein und später rückwärts wieder raus

Es ist nicht wie in den Kaufunterlagen eine Webasto Anlage sondern eine Ebersbächer. Der Meister telefoniert und erreicht schließlich dass er nur das Basisgerät neu bekommt. Den alten Auspuff will er mit neuem Schlauch versehen und wieder verwenden. Auch hier werden die Teile Montag da sein. Beim Blick unter den Wagen hat er gesehen dass eine Antriebswellenmanschette kaputt ist. Die werden wir aber dann zu Hause machen lassen.

Der Meister kämpft mit fest sitzenden Schrauben

Der Auspuff wird wiederverwendet

Am Ende des Tages kennen wir die Preise. Beide Fachmänner haben uns besucht und die Preise durchgegeben. Die Gasanlage wird ca. 250 Euro kosten und die Motorvorwärmung ca. 700 Euro. Na, das ist ein teurer Stellplatzbesuch. Doch was soll`s. Was sein muss muss sein. Ohne die Motorvorwärmung brauchen wir nicht mehr im Winter zu fahren.

So erteilen wir die Aufträge und genießen zum Abschluss des Tages mal wieder einen schönen Sonnenuntergang.

23. bis 25.04.2010 Borna

Am nächsten Morgen meint das Wetter es sehr gut mit uns. Wir haben einen sehr schönen Blick über das Thüringer Land.

Nun kommen wir zum eigentlichen Zweck dieser Reise. Heute begeht Rolf seinen 70. Geburtstag und Morgen wird gefeiert. Gegen 9 Uhr starten wir Richtung Borna. Es wird ein sehr schönes Wochenende mit vielen netten Gästen. Die Feier am Samstag war sehr schön mit einem ganz tollen Buffet.

Von Samstag auf Sonntag haben wir in Borna im Schatten der Kirche geschlafen.

25. bis 26.04.2010 Nimritz

Gegen Mittag schlagen wir wieder bei herrlichem Sonnenschein in Nimritz auf. Hier fand am Wochenende ein Treffen von Wohnmobilisten statt. Dabei wurde auch ein Hummer ausgestellt. Der hatte es Manni angetan.

Nettes Männerspielzeug....

Zum Essen sind wir in Nimritz in das Lokal „Tolle Knolle“ gegangen. Ein sehr uriges Lokal. Der Außenbereich bildet eine Strandlandschaft nach. Innen ist das Lokal liebevoll mit Altertümchen dekoriert.

Der Außenbereich der "Tollen Knolle"

Innen

mit viel Liebe zum Detail

und vielen alten "Schätzchen"

hübsch dekoriert

Wir haben jeder eine Karre Mist bestellt. Das Essen wird in Schubkarren serviert und besteht aus Bratkartoffeln mit Schnitzel und Spiegelei. Sehr lecker aber zu viel. Wir haben beide unsere Portionen nicht geschafft.

 

Super lecker....

Montagmorgen geht es los. Die Reparaturen starten. Kurz vor 9 fährt Manni rüber in die Werkstatt für die Zusatzheizung. Ich bleibe mit meinem Strickzeug im Wintergarten des Stellplatzes. Der Platzbetreiber und seine Frau zeigen mir Fotoalben ihrer geführten Thüringentouren, ein Fotobuch über ihre Wohnmobiltour in den Iran und die Türkei. Hochinteressant und tolle Bilder.

Bei Manni laufen die Arbeiten. Kurz nach neun war der Gasfachmann am Stellplatz.

Er ist dann auch in die andere Werkstatt rüber gefahren um dort seine Arbeiten zu erledigen.


Die neue Duomatic wird problemlos eingebaut. Einzig, die Lieferfirma hat ein Teil für die Fernanzeige nicht mitgeliefert. Das kommt später.

Auch mit der Ebersbächer klappt alles prima. Mittags ist Manni mit dem Wohnmobil wieder am Platz und wir können grillen.

Manni ist vorne auf Keile gefahren damit der Meister sich problemlos unter das Fahrzeug legen konnte.

Endlich ist unser "Haus" wieder da

Auf dem Stellplatz zahlt man keine Standgebühr. Lediglich Strom und Wasser. Dank des guten Wetters stehen wir schon mehrere Tage nur mit Solar.

In diese Spendenbox kann man freiwillig einwerfen.

Auch der Sonnenuntergang spricht heute wieder für sich.

27. bis 28.04.2010 Wittgendorf Thüringen

Dienstagmorgen fahren wir zum Auebad in Wittgendorf. Den Tipp haben wir vom Stellplatzbetreiber in Nimritz. Alleine die Anfahrt durch das Schwarzatal war sehr schön. Auch der Stellplatz selber liegt sehr schön neben dem Auebad in landschaftlich sehr schöner Gegend. Hier gibt es Wandermöglichkeiten ohne Ende. Und das Freibad hätten wir auch schon nutzen können. Jedoch waren mir die 14° C Wassertemperatur doch noch etwas kalt.

Der Platz ist sehr schön gelegen

Die Zufahrt ist etwas eng

In dem Lokal am Auebad kann man gut und preiswert essen

Die Liegewiesen im Freibad

Auch eine schöne Teichanlage gibt es auf dem Gelände

Das Schwimmbecken wurde gerade...

...abgesaugt

Angrenzend am Lokal liegen die Duschen und WC`s

Während unseres Aufenthaltes blieb die Verbindungstür zwischen Stellplatz und dem Freibad geöffnet.

Die Ver- und Entsorgung

Auch eine Hütte mit einer Sitzgruppe steht zur Verfügung

Die Stromversorgung

Für diese Wassermühle findet am 1. Maiwochenende eine Einweihungsfeier statt

Herrlich die Sonne

Manni entzündet unser Lagerfeuer

Spätestens jetzt käme bei uns zu Hause die Feuerwehr..

Am warmen Feuer lassen wir den Abend ausklingen

Der Platz ist mit 4 Euro pro Nacht sehr preiswert, zumal die Warmduschen enthalten sind. Wir machen uns einen schönen Tag und entscheiden abends am Lagerfeuer morgen auch noch hier zu bleiben.

Der nächste Tag ist wieder ein wunderschöner Sonnentag. Vormittags machen wir uns zu einer Wanderung zur Talmühle auf.

Unterwegs sehen wir diesen vom Specht zerlöcherten Baum

Wilko freut sich wie Bolle

Die Landschaft ist wunderschön und ich baue immer wieder Übungen für Wilko ein

Natur pur

Schnitzerei vor der Talmühle


der Forellenteich

Hier schaukelt man von links nach rechts oder umgekehrt

Gegen Mittag sind wir wieder zurück

Im Auebad gönnen wir uns eine Erfrischung und ein leckeres Essen

Nachmittags lernt Wilko....

...mit tatkräftiger Unterstützung seines Herrchen....

...den Bach neben unserem Stellplatz zu überwinden...

...und findet schnell Gefallen....

...daran

Bis zum Abend hat der Gasfachmann noch nicht wegen dem fehlenden Ersatzteil angerufen. So werden wir Morgen Richtung Hessen aufbrechen.

29.04.2010 Mühlbach Neuenstein Hessen

Heute ist der letzte Tag dieser schönen Tour angebrochen. Heute hat Jaqueline Geburtstag und morgen zu Ihrer Feier wollen wir zu Hause sein. Als letzten Stellplatz haben wir uns den Bauernhof Zinn in Hessen, Mühlbach Neuenstein, ausgesucht. Er liegt nahe an der A 7 so dass wir Freitag schnell auf der Autobahn sind. Wir sind ca. eine Stunde unterwegs da ruft der Gasfachmann aus Nimritz an. Das Teil ist jetzt da. Wir wollen nun aber nicht mehr umkehren und vereinbaren, im Anschluss an unser Forumstreffen Mitte Mai in der hessischen Rhön, noch einmal nach Nimritz zu kommen.

In Mühlbach verpassen wir zuerst die Einfahrt auf den Bauernhof. Der Stellplatz ist nicht sehr groß aber man steht in der freien Natur und hat einen schönen Blick über das Dorf und die Landschaft. Die Bäuerin ist sehr nett und Buddy, der Hofhund, schließt sofort dicke Freundschaft mit Wilko. Die zwei sind den ganzen Tag unzertrennlich. Nach dem Grillen machen wir noch einen ausgedehnten Spaziergang durch das Dorf. Hier gibt es noch einen alten Gerichtsplatz unter Linden.


Die Stromversorgung

Unser Standplatz

Blick vom Stellplatz

Buddy, der Hofhund, hinter der Tür sind die Dusche und WC

Die Rückseite vom Hof

Der Misthaufen

Dicke Freunde, es passte auch vom Alter und von der Größe

Buddy gehörte für den Rest des Tages zu uns

30.04.2010 Heimfahrt

Die Heimfahrt verläuft völlig problemlos und staufrei. Mittags sind wir zu Hause.

05.05.2010 Reparatur

Heute wurde die defekte Antriebswellenmanschette ausgetauscht. Das waren auch wieder 218 Euro. Unsere Werkstatt hat beim Austausch festgestellt, dass vor dem TÜV im Juli ein Traggelenk ersetzt werden muss und mehrere Roststellen, besonders im rechten Kotflügel, neu verblecht werden müssen.

Es hört einfach nicht auf......