Nach der Fahrt ist vor der Fahrt. Am 23. Mai wollen wir zu unserem großen Abenteuer Skandinavien starten. Doch vorher müssen noch diverse Arbeiten erledigt werden. So müssen wir uns zu allererst um einen neuen Außenspiegel kümmern. Und das ist schwerer als gedacht. Ich habe bei ebay einen Spiegel für 80 Euro bestellt und jetzt nachgefragt, wann er geliefert wird. Am 11. Mai bekomme ich einen Anruf vom Verkäufer. Er erklärt mir, dass er die Bestellung zurück gezogen habe. Aufgrund meiner Nachfrage-Mail hat er gesehen dass wir den Spiegel für ein Wohnmobil benötigen. Und seine Spiegel seien dafür nicht geeignet. Spiegel für Wohnmobile sind in den Armen länger. Manni ruft bei Concorde an und der Werkstattleiter erklärt ihm dass für unseren XT 620 das komplette Fahrgestell einschließlich der Spiegel seinerzeit von Fiat geliefert wurden. Concorde hat nur den Aufbau aufgesetzt. Also setzen wir uns mit Fiat in Verbindung. Der dort zuständige Mitarbeiter für die Ersatzteilbeschaffung möchte das Wohnmobil sehen. Also fahren wir hin. Er bestellt den neuen Außenspiegel. Er wird allerdings stolze 374 Euro kosten....
15.05.2009
Der Spiegel ist da, passt aber nicht. Die Arme sind immer noch zu kurz. Doch unsere Werkstatt hat die Lösung, die Arme des alten Spiegels an den Neuen und fertig. Aber ärgerlich ist es schon, hat doch der Ersatzteilmensch bei FIAT extra den Spiegel nachgemessen.
Es wird noch ein Ölwechsel gemacht, Luft nachgeprüft, Kraftstofffilter gewechselt, Hinterachse in entlastetem Zustand abgeschmiert. Bremsflüssigkeit gewechselt, Getriebeöl geprüft und der Außenspiegel montiert. Nach weiteren 299 Euro`s ist unser Wohmo startklar für die große Tour.
Nachmittags montiert Manni noch mit unserem Nachbarn die Fahrradschienen, die Herby uns nach Bad Sooden Allendorf mitgebracht hatte, auf die Heckbühne.
20.05.2009
Manni fährt noch nach Holland tanken und zwei Gasflaschen auffüllen. Am Vatertag packe ich soweit alles fertig.
22.05.2009
Am Freitag dem 22.05.2009 geht es los. Mit Km Stand 201.826 starteten wir gegen 16 Uhr und erreichen gegen 19 Uhr Bad Salzuflen. Der dortige Stellplatz wird vom Vita Sol verwaltet. Zur Einfahrt kann man bis an die Schranke fahren, eine Indikationsschleife öffnet die Schranke automatisch.
Die Schranke
Die Sprechtaste
Zur Ausfahrt muss man dann eine Sprechtaste drücken und der Dame im Vita Sol das Kennzeichen und den Namen durchgeben, wenn vorher im Vita Sol bezahlt wurde wird die Schranke geöffnet. Das Vita Sol ist eine schöne Badelandschaft mit großer Saunalandschaft, Fitness und Massagemöglichkeiten. Der Platz wird aktuell erweitert und ist teilweise Baustelle.
noch viel Baustelle
Dafür zahlt man z.Z. nur die Kurtaxe und 2,90 Euro Stellplatzgebühr. Das macht allerdings 8,30 Euro. Sprich, die Kurtaxe ist mit 2,70 Euro p.P nicht gerade billig. Man kann dafür aber das Bad ermäßigt nutzen, eine halbe Stunde kostenfrei duschen, mit den Bussen gratis fahren und weitere Vergünstigungen nutzen. Und im Stellplatzpreis ist der Strom auch noch drin (16 A abgesichert).
23.05.2009
Gegen 10 geht es weiter. Unterwegs sehen wir in einem kleinen Dorf hinter Zernien den Umzug eines Schützenvereins.
die Schützen feiern....
In dieser Gegend sieht man auch überall die Proteste der Atomlagergegner.
in der Nähe von Gorleben
Die Elbe zu überqueren ist immer wieder schön.
Elbbrücke
Das heutige Etappenziel ist Vielank in Mecklenburg Vorpommern. Hier gibt es das Vielanker Brauhaus. Ein sehr schönes Lokal mit Biergarten und gemütlichen Innenräumen.
der Biergarten
im Brauhaus
Nach unserer Ankunft gegen 14 Uhr essen wir dort und machen anschließend noch eine Fahrradtour durch die nähere Umgebung. Sie führt uns von Vielank nach Tripkau, zurück nach Laave, weiter Richtung Benz. Doch der Weg wurde plötzlich von der Rögnitz (einem Fluss) unterbrochen. Manni hat es gesichtet und dann entschieden, wir können da durch.
plötzlich war die Rögnitz "im Weg"
Also, erst Manni, Anlauf, Beine hoch und durch.
Dann war ich dran
Da ich aber kleiner bin und die Beine nicht so hoch kriege waren meine Hosenbeine ca. 10 cm von unten nass.
Die Furt vom "anderen Ufer". man sieht noch unsere Fahrradspuren
In einiger Entfernung saßen zwei Angler, die dachten sich wahrscheinlich auch ihren Teil…
Zurück in Vielank gab es erst noch eine Hochzeit zu beobachten.
Das Brautauto war schon ein Geschoss….
Toll lackiert der Truck
Danach haben wir noch einmal das Brauhaus besucht. Wir gönnten uns ein 5 l Fässchen zum selber Zapfen am Tisch.
Das Fass ist leer....
Das wurde ein gemütlicher Abend.
Nachts bekamen wir noch Besuch
.
24.05.2009
Am 24.05. sind wir nach Eldena gefahren. Der Wohnmobilstellplatz Eldena ist auf dem Camping Eldena direkt am Hafen.
Hier teilen sich die Boots-, Wohnwagen- und Wohnmobilfahrer einen sehr schönen und gepflegten Stellplatz (bzw. Liegeplatz). Der Platz hat eine hübsche kleine Aufenthaltsmöglichkeit und für den Sommer nette Außensitzplätze zu günstigen Getränkepreisen. Die Sanitäreinrichtungen sind mit einem Schlüssel zu öffnen, der Duschschlüssel wird bei Anmeldung aufgeladen. Alles sehr sauber. Und durch die kleine Größe des gesamten Platzes super schön, die Wohmos stehen direkt am Kanal (Elde-Müritz-Kanal) und haben freien Blick auf den Hafen und den Kanal. Von dort haben wir die Fahrräder genommen und sind die 16 km bis Ludwigslust mit dem Fahrrad gefahren. Um 14 Uhr sollen wir beim Züchter sein. Gegen 13:10 sind wir vor Ort und finden eine Pizzeria.
Dort essen wir noch und dann aber ab, Wilko ruft.
Vor zwei Wochen war er noch so groß wie eine Männerhand
Und es wird eine super schöner Nachmittag.
Hi, ich bin der Wilko
Beim Fressen entwickelt Wilko Rambo Manieren. Erst den eigenen Napf leeren, danach gucken wer nicht schnell genug war. Der kleine Kerl setzt sich durch.
Wir treffen auch noch zwei andere Welpenkäuferfamilien.
Unser kleiner Hund hat sich super entwickelt. Er ist in dem Alter sicher noch Zufall aber er kommt auf Zuruf und freut sich jedes Mal.
Herr Kopp, der Mann der Züchterin mit Betty (links) und Anna
Es ist schwer sich wieder zu trennen. Aber die 4 Wochen kriegen wir auch noch um.
Der Rückweg mit dem Rad war schwer. Gesamt 32 km. Nach den Knie OP`s hatten wir ja kaum Bewegung. Aber das wird nun wieder.
25.05.2009
Am Montag sind wir noch geblieben. Wir haben eine Fahrradtour gemacht. Sie sollte nach gestern (32 km) nur höchstens 20 km werden. Aber die Strecke war so schön. Also sind wir von Eldena über Stuck, Strassen, Gorlosen, Krinitz , Delbow, Milow, Kastorf, Gorlosen, Boeck, Altona und zurück nach Eldena. Waren dann aber doch 34 km, uns hat es gut gereicht. Wir waren beide froh als wir zurück waren, aber das war eine super schöne Tour. Gesehen haben wir ein Reh, viele Eichelhäher, einen Buntspecht,
hier haben es die Kälber und ihre Mütter noch gut
...wer seid ihr denn?
viele braune Kühe mit ihren Kälbern, quakende Frösche, jede Menge Singvögel einfach sehr viel Natur – schön -.
In einem Telefonat mit Helmut haben wir heute festgemacht: Wir treffen uns Donnerstag in Helsingborg am Scandlines Terminal.
Grillen und Landkarten studieren
Nach einem gemütlichen Grillen am Wohmo sitzen wir noch ein wenig am Camping Platz Treffpunkt. Hier tauschen wir uns mit einigen Bootsfahrern aus. Es gibt sehr viele Gemeinsamkeiten bei den Problemen.
Manni und seine neue Freundin
Morgen wollen wir weiter nach Dömitz. Die Bootsleute haben uns neugierig gemacht. Dort sollen die Wohmos direkt am Kanal stehen.
26.05.2009
Die Stellplätze in Dömitz liegen tatsächlich direkt am Kanal bzw. der Elbe.
unser Standplatz
Blick zur Elbe
Strom ist im Stellplatzpreis von 5 Euro enthalten. Frischwasser kostet 1 Euro. Die Entsorgung befindet sich auf dem Parkplatz zwischen Hotel und Anglershop.
Entsorgung
Es ist ein mit einem blauen Punkt gekennzeichneter Kanaldeckel. Der Haken dazu hängt an der Regenrinne.
Zur Erkundung machen wir noch eine kleine Fahrradtour. Wir schauen uns die Festung Dömitz von außen an.
27.05.2009
Morgens machen wir noch letzte Einkäufe für unsere Tour. Dann starten wir gegen 10 Uhr Richtung Rostock.
Wieder geht es durch schöne alte Baumalleen.
Mittags kommen wir am Stellplatz in Rostock-Warnemünde an.
Nach einem Fisch Mittagsessen machen wir eine Hafenrundfahrt. Nach dem Verlassen des Alten Stroms haben wir freien Blick auf die drei Wahrzeichen Warnemündes.
Den Teepott, das Hotel Neptun und den Leuchtturm.
Dann geht es in die Warnow.
Wir kommen an unserem Stellplatz vorbei und passieren kurz darauf ein japanisches Kreuzfahrtschiff.
An diesen Piers können die größten Kreuzfahrerriesen der Welt fest machen.
Ein Neubau an der Warnow Werft
TUG bedeutet, hier ist die Außenhaut verstärkt und der Schlepper kann das Schiff an den Kai drücken
einem Feuerlöschboot,
der Schlepperflotte
und einem der ältesten Frachtschiffe das in Warnemünde gebaut wurde und besichtigt werden kann. Danach ist noch der lange Hans, ein Schwimmkran, zu sehen.
Auf der anderen Stromseite passieren wir die Liegeplätze der Skandinavienfähren. Hier werden wir morgen früh auch einchecken. Z. Z. liegen hier die
Skane der Scandlines und
die Huckleberry Finn der TT-Line.
Danach passieren wir eine Verladestelle an der Windräder verschifft werden. Im Hafenbecken A liegen drei große Frachter schon seit Wochen fest.
Die Wirtschaftskrise macht sich auch im Schiffsfrachtverkehr bemerkbar. Die Drei warten auf Fracht.
Weiter geht es an einer Verladestation für Kohle vorbei. Damit wird das im Hintergrund liegende Steinkohlekraftwerk beliefert.
Die Firma Liebherr baut hier Kräne, baut sie auf, probiert sie aus, zerlegt sie wieder und verschifft sie dann in die ganze Welt. Als nächstes passieren wir einen Hafenabschnitt der Marine.
Die Einfahrt ist per Boje als Sperrgebiet erklärt.
Auf der Rückfahrt kommt uns die Prins Joachim entgegen. Sie bedient die Strecke Rostock - Gedser in Dänemark. Dafür braucht sie ca. 1 3/4 Stunden.
In den letzten Jahren neugebaut wurde die Yachthafenresidenz.
Da der alte Yachthafen nicht mehr ausreichte wurde ein neuer angelegt mit 800 Liegeplätzen. Den Bootseignern stehen 1000 Parkplätze zur Verfügung.
Die Residenz strahlt schon von weitem viel Reichtum aus. Nicht das richtige für uns.
Beim Einschwenken in den Alten Strom passieren wir ein schönes Strandstück.
Wieder an Land haben wir Warnemünde noch ein wenig zu Fuß erkundigt.
der Teepott
und der Leuchtturm
Morgen früh um 7:45 Uhr geht unsere Fähre.

































































